Peles Empire, Hubertus Huvermann, 2017

Aktuelle Stipendiatinnen - Peles Empire

Peles Empire ist eine Kollaboration zwischen den Künstlerinnen Katharina Stöver (*1982) und Barbara Wolff (*1980) und wurde während ihres Studiums an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Wolfgang Tillmans und Michael Krebber gegründet. 2017 waren Peles Empire mit einer großen Außenskulptur Teil der „Skulptur Projekte Münster“. Zudem nahmen sie an der alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellung „Made in Germany“ im Sprengel Museum, der Kestner Gesellschaft und Kunstverein Hannover teil. Peles Empire hatten Einzelausstellungen im Künstlerhaus Graz (2019); Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; Kunstverein Kassel (2017); S.A.L.T.S., Birsfelden (Schweiz); PRO/NUM, London; ten/pm, Kopenhagen (alle 2015); GAK Bremen, Bremen (2014), Cell Project Space, London; Kunstmuseum Stuttgart und dem GSS in Glasgow (alle 2013). Sie waren Teil von Gruppenausstellungen in der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh; Timisoara Biennale, Rumänien (2019); Portikus, Frankfurt (2017); Kunstverein Braunschweig, Braunschweig; Kunstwerke, Berlin (alle 2015), The Moving Museum, Istanbul (2014), Shanaynay, Paris, dem NKV Wiesbaden, der Bundeskunsthalle Bonn (alle 2013), der Temple Bar, Dublin; dem V22, London und ‚Bold Tendencies’ in London (alle 2012). 2011 wurden Peles Empire für Frieze Projects auf der Frieze Art Fair in London ausgewählt. 2009 stellten sie unter anderem im ORTON.nl in Rotterdam aus. 2007 lud das MAK Centre for Art Peles Empire im Rahmen einer Künstlerresidenz in das Schindler House, Los Angeles, ein. Arbeiten von Peles Empire sind in den öffentlichen Sammlungen des Kunstmuseum Stuttgart, der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main, der Sammlung für zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Bonn; KAI 10 / Arthena Foundation, Düsseldorf, sowie in zahlreichen privaten Sammlungen vertreten.

Peles Empires künstlerische Praxis ist ursprünglich mit dem namensgebenden Peles Schloss im rumä-nischen Siebenbürgen verbunden. Der eklektizistische Bau aus den 1870er Jahren zeichnet sich durch eine seltene Dichte verschiedenster Stile aus – jeder Raum imitiert eine andere architekturgeschicht-liche Epoche. Die Begriffe Original und Kopie stehen bei Peles Empire in einem genuinen Zusammen-hang: bedingen sie sich doch gegenseitig und erlangen erst volle Bedeutung durch die Existenz des anderen. Keine Kopie ohne ein Original – unnötig vom Original zu sprechen, gäbe es keine Kopie.
Peles Empire reproduzieren Bilder von Räumen, um aus ihnen neue Bilderräume zu schaffen. Die Übertragungsleistung liegt dabei nicht nur in der Transformation von Flächigkeit zum Räumlichen und zurück, sondern auch im Verschieben eines realen Raums in den digitalen, um ihn von dort wie-der in die physische Umgebung des Ausstellungsortes zurückzuholen. Sie stellen in diesem Zusam-menhang nicht nur die wirklichen Splitter und Risse ihres bildhauerischen Prozesses aus, sondern vermögen es, die ästhetischen Brüche und Faltungen einzufangen, die der Raum zwischen Original und Kopie überhaupt erst zu entfalten mag. Für das AArtist in Residence-Programm in den Räumen des Auswärtigen Amts werden Peles Empire eine raumspezifische (in situ) Installation entwickeln.

WENTRUP

WENTRUP wurde 2004 gegründet. Ein ehemaliger Stall im Berliner Prenzlauer Berg war die erste Heimat der Galerie. Von Jan Wentrup als ein Raum konzipiert, der auf die junge, vielfältige und inter-nationale Kunstszene Berlins reagierte, wurde er für viele Künstler der Anfangszeit der Galerie zu ihrer ersten kommerziellen Plattform. Tina Wentrup kam 2006 mit ihrer Erfahrung und Expertise im zeitgenössischen Theater und Tanz aus Paris und Berlin dazu. Seitdem öffnete sich die Galerie für performative und nicht objektbezogene Kunstpraktiken. Im Laufe der Zeit hat WENTRUP sein Portfolio sorgfältig erweitert, darunter Künstler älterer Genera-tionen, die einflussreiche Vorläufer der gegenwärtigen Kunstpraxis waren und dennoch Arbeiten produzieren, die eng mit dem zeitgenössischen Zeitgeist verbunden sind. Das Portfolio von WENTRUP umfasst nun 19 künstlerische Positionen, die die Gattungen Malerei und Skulptur, Fotografie, Film und Video neu definieren und erweitern und Lösungen für verschiedene Genres finden, die sowohl intellektuell aufregend als auch ästhetisch ansprechend sind. 2009 bezog die Galerie ein ehemaliges Couture-Fabrikgebäude aus den 1950er Jahren am nordwest-lichen Ende von Kreuzberg in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes und der Neuen Nationalgalerie.
2019 und im 15. Jahr ihres Bestehens schlug WENTRUP ein neues Kapitel auf und bezog einen Gale-rieraum in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1928 im Berliner Stadtteil Charlottenburg.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.berliner-galerien.de/de/verband-aktuell und www.diplo.de/AArtist-in-Residence
sowie www.wentrupgallery.com

 

 

Informationen zur Ausstellung "In weiter Ferne so nah": https://www.hal-berlin.de/ausstellung/aartist-in-residence-programm-2016...

 

 

Catherine Biocca

Catherine Biocca

Catherine Biocca, 1984 geboren in Rom, lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat an der Reichsakademie für Bildende Kunst in Amsterdam und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Seit 2009 hält Catherine Biocca regelmäßig Lectures und Artist Talks an Universitäten und Institutionen in Paderborn, London, Gent, Basel und Bologna und realisierte mehrere kuratorische Projekte, unter anderem in Kollaboration mit Gislind Köhler, Benedikt Hipp und Lisa Rentmeister.

Ausgangspunkt der Arbeiten von Catherine Bioccas Arbeiten sind Audio-Elemente (Audiofiles, Sprachaufnahmen, komponierte Tonsequenzen) und visuelle Elemente (Zeichnungen, Objekte und Animationen). Ihre Arbeitsweise ist durch ihren unkonventionellen Umgang mit Sound gekenn­zeichnet. Tonelemente als reine Kommunikationsinstrumente, aber auch als ästhetische Maßnahmen bilden wesentliche Bestandteile ihrer Raum-Installationen. Inhaltlich geht es dabei um das erweiterte Konzept des kommunikativen Missverständnisses und der Schadenfreude, verbunden mit deren politischen und sozialen Konsequenzen. Das groteske Imitat wohlbekannter sowohl antiker als auch zeitgenössischer Mechanismen wie allgemeine Kommunikationsmissverständnisse, individuelle Frustration und soziales Fehlverhalten verweist auf einen sensitiven Bereich der menschlichen Interaktion. Im Studio auf dem Dach des Auswärtigen Amts soll eine Audio-Installation entstehen, die mit den konstituierenden architektonischen Besonderheiten des Dachstudios interagiert und diese für eine spezielle Umsetzung der Arbeit nutzt. Konkret soll es dabei um allgemeine Kommunikationsmiss­verständnisse und vertauschte Verhältnisse zwischen den erweiterten Konzepten von Raubtier und Beute gehen. Mehrere Akteure tauschen sich aus und wechseln von ängstlicher und scheuer Haltung zu einem aggressiven Kommunikationsformat. Ängste und Angriffslüste der Dialogbeteiligten werden schlagartig vertauscht, das soziale Gleichgewicht der Akteure verändert sich, verschwommene Identitäten zwischen menschlichen Sprachelementen und Wildnis-Sound intensivieren die Spannung.  Zu den Soundelementen werden visuelle Objekte als Ergänzung und Verschärfung des gesprochenen Inhalts kreiert.

PSM

PSM ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin und wurde im September 2008 von Sabine Schmidt gegründet, um eine Plattform für neuartige und experimentelle internationale Künstler zu bieten. Im Jahr 2020 trat Gregor Hose als Partner in die Galerie ein. Der Name und das Logo der Galerie beziehen sich auf Schmidts Großvater Paul Schmidt, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Maschinenfabrik PSM (Paul Schmidt Maschinenfabrik) gründete. Getreu der industriellen Inspiration, die hinter dem PSM-Logo steckt, werden in der Galerie große, atmosphärische Ausstellungen gezeigt, die häufig zur Teilnahme des Zuschauers anregen oder ihm das Gefühl geben, Teil der Show zu sein. Das Galerieprogramm konzentriert sich daher auf konzeptuelle Mixed-Media-Kunst mit Schwerpunkt auf dreidimensionale und performative Arbeiten. Gegenwärtig umfasst das Programm der Galerie 14 internationale Künstler, die zwischen 1964 und 1989 geboren wurden. Viele der von PSM gezeigten Künstler, wie Catherine Biocca, Christian Falsnaes und Nadira Husain unternehmen in und durch ihr Werk den Versuch, bekannte Grenzen von Kunst und ihrer Wahrnehmung zu überschreiten. 

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.berliner-galerien.de/de/verband-aktuell und www.diplo.de/AArtist-in-Residence
sowie www.psm-gallery.com

Ali Kaaf, Marlene Gawrisch, 2020

Ali Kaaf

Syrer, 1977 geboren in Oran, Algerien; 1994-1998 Studium der bildenden Kunst am Institut des Beaux–Arts Beirut; 2000-2002 Sommer-Akademie bei Marwan Kassab Bachi, Darat al Funun, Amman, Jordanien; Studium der bildenden Kunst an der Universität der Künste (UdK) Berlin bei Marwan; 2002-2005 Studium der bildenden Kunst bei Rebecca Horn, Universität der Künste (UdK) Berlin; 2011 Workshops „Fragile Strength” am Yellowstone Art Museum, Billings, USA; 2015 „Intima“ (Tanzprojekt), kuratorische Zusammenarbeit mit Choreograph Gregory Dawson und Company Dawson Dance SF, San Francisco; seit 2016 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in der Foundation Class; 2019 Symposium Yemen and Syria: making art today, British Museum, London Lecture + Workshop „Beyond the Painting”, Yellowstone Art Museum, Billings (MT), USA. Ali Kaaf lebt und arbeitet in Berlin.

In seinem Projekt „Die byzantinische Ecke“ setzt Kaaf sich in seiner subtilen, meditativen und meist abstrakten Bildsprache auf dem Hintergrund seiner Biografie mit den Spannungsfeldern und Utopien der verschiedenen Kulturen auseinander. Ausgehend von Fotos, die der Künstler von der byzanti-nischen Ecke in der Hagia Sophia in Istanbul aufgenommen hat, beschäftigt er sich mittels dieses Architekturelements mit den Überlagerungen unterschiedlichster Traditionslinien sowie von Geschichte und Gegenwart. Die bereits begonnene gleichnamige Reihe von Papierarbeiten, in denen er verschiedenste künstlerische Verfahren wie Fotografie, Collage, Montage, Schnitt, Zeichnung und digitale Verfahren vielschichtig miteinander verschränkt, wird Kaaf weiterentwickeln und in einer Installation und einem Video in den Raum hineintragen. Kennzeichnend bleibt auch hier die Fragmentierung von Elementen, die auf eine Zersplitterung der Existenz weist, wobei die Dekomposition zu einer neuen Ganzheit geführt wird. Es gibt keine klaren Abgrenzungen der Kulturen, sie fließen ineinander, beeinflussen sich, übernehmen Traditionen, verändern sich gegenseitig, lassen verschwinden und Neues entstehen. Integration ist somit nichts Statisches, sondern eine organische Wanderung, Teil der Geschichte und Gegenwart.

C&K Galerie

Christiane Bühling-Schultz entschied sich nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit als Galeristin in der Galerie Michael Schultz Berlin zu einer Neuausrichtung. Folglich realisierte sie seit dem Jahr 2012 mit der Kunsthistorikerin Dr. Karin Rase unter dem Label C&K unterwegs mehrere Ausstellungsprojekte an verschiedenen Orten in Berlin. 2014 eröffneten sie gemeinsam die C&K Galerie in Berlin-Mitte. Langjährige Erfahrung und Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern sind das Fundament des Galerieprogramms. Die Galerie vertritt renommierte deutsche und internationale Künstlerinnen
und Künstler, die die Grenzen der klassischen Medien Malerei, Skulptur und Zeichnung auf eigenwillige Art neu ausloten. Unabhängigkeit und Neugierde sind die Leitmotivationen der Galeristinnen. Gemäß Heraklit ist das Credo für ihre Arbeit: „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.berliner-galerien.de/de/verband-aktuell und www.diplo.de/AArtist-in-Residence
sowie www.cundkgalerie.de/

Kontakt

Landesverband
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Taubenstraße 1
10117 Berlin
lvbg@berliner-galerien.de
T: +49.30.310197–14
F: +49.30.310197–15

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(Vorsitzender)
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(stellv. Vorsitzender)
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Ehrenpräsidenten

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