AArtist in Residence April - Juni 2018

24.04.2018
Blick von der Dachterasse des AA. Artwork: Stefan Balkenhol. Foto: Anemone Vostell

Blick von der Dachterasse des AA. Artwork: Stefan Balkenhol. Foto: Anemone Vostell

In ihren skulpturalen Videoinstallationen beschäftigt sich Yvon Chabrowski mit medialen Bildformeln, die sie mit den Mitteln der Reduktion, der Performance und der Reinszenierung visuell und räumlich erfahrbar macht und dabei das Verhältnis von Bild und Körper verhandelt. Die von der Galerie Dorothée Nilsson vertretene Künstlerin empfindet es als absolut dringlich, die Grammatik und das Eigenleben der bild(vor)gebenden Technologien in einem diskursiven Rahmen sichtbar zu machen. So vermitteln ihre Arbeiten ein Bewusstsein für die Grammatik und Manipulationsstrategien allgegenwärtiger Medienbilder.

Während des dreimonatigen Arbeitsaufenthalts wird die Künstlerin ihr temporäres Atelier auf dem Dach des Auswärtigen Amts im Rahmen der Langen Nacht der Ideen (#LNDI2018) am Freitag, 01. Juni 2018 von 18 bis 23 Uhr sowie zu drei weiteren AArtist Studio Visits am 17. Mai,  am 21. und 28. Juni um 18.00 Uhr öffnen. Zur Langen Nacht der Ideen werden Live-Performances sowie ein AArtist Talk angeboten. Anmeldung erforderlich.

Yvon Chabrowski, geboren in Ost-Berlin, studierte Fotografie an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Timm Rautert und Florian Ebner sowie freie Kunst an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Lyon. Sie absolvierte die Meisterklasse bei Peter Piller.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem im Eigen & Art Lab in Berlin (2009 und 2014), auf der 4. Moskau Biennale für junge Kunst (2014) und im Kunstmuseum Liechtenstein (2016). 2017 nahm sie unter anderem an der 5. Odessa Biennale Turbulence und Between Post-truths and Events, Frestas Trienal, São Paulo teil. Aktuell (April und Mai 2018) wird ihre Arbeit Territory in dem Projektraum Uqbar, Berlin gezeigt.

Um den Anspruch der kulturellen Koproduktion mit der Bedeutung Berlins als internationalem Kunststandort zu verbinden, hat das Auswärtige Amt als erstes Bundesministerium gemeinsam mit dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg) ein inhouse residence-Programm für Künstler*nnen mit Auslandsbezug aufgelegt.

Für das Jahr 2018 wurden durch die Experten-Jury, bestehend aus Brigitte Werneburg (Kritikerin, taz.die tageszeitung), Christoph Tannert (Kurator, Künstlerhaus Bethanien) und Nana Poll (Galeristin und Vorstandsmitglied lvbg), die Künstler*nnen Yvon Chabrowski  (Dorothée Nilsson Gallery), Manaf Halbouni  (Galerie Katharina Maria Raab) sowie Walter Yu (Galerie Köppe Contemporary) ausgewählt.

Die Künstler*nnen nutzen für jeweils drei Monate das Dach-Studio, um ihre Werke zu erstellen. Am Ende des Arbeitsaufenthalts erhält jede*r Künstler*n eine Abschlussausstellung im Studio des AA sowie in der jeweiligen Galerie des beteiligten Künstlers. Zusätzlich erhalten die Künstler*nnen ein Stipendium für ihren Arbeitsaufenthalt. Am Ende des Programms wird ein zweisprachiger (dt./engl.) Katalog publiziert, der die Arbeitsaufenthalte und die entstandenen Werke dokumentiert.

Download
lvbg-aa_pm_aartist_residency_yvon_chabrowski_180424fin.pdf (PDF, 178.33 KB)

Kontakt

Landesverband
Berliner Galerien e.V.

Mohrenstraße 63
10117 Berlin
lvbg@berliner-galerien.de
T: +49.30.310197–14
F: +49.30.310197–15

Vorstand

Werner Tammen
(Vorsitzender)
Andreas Herrmann
(stellv. Vorsitzender)
Nana Poll

Ehrenpräsidenten

Georg Nothelfer
Eva Poll
Michael J. Wewerka

Fördermitglied

Froesch GmbH